Aus dem Ortsverein | Tegernheimer SPD nominiert Sandra Scheck

16. Juni 2019

Finanziell solide Familien. Und Wohnungsbaupolitik als erklärte Schwerpunkte

Einstimmig wählten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins am vergangenen Dienstag in der Gaststätte Götzfried Sandra Scheck zur Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2020.

Als Hauptziele nannte Scheck bei ihrer Vorstellungsrede unter anderem den Erhalt der guten Standards im Bereich der Schule und Kinderbetreuung, Verbesserungen bei der Verkehrsproblematik, eine verträgliche Nachverdichtung im Zusammenwirken mit den betroffenen Nachbarn, Dialog mit den Nachbargemeinden und solide Finanzen. Die Liste der Kandidatinnen/kandidaten für den Gemeinderat soll im Oktober beschlossen werden. Nach der Begrüßung bestimmte die Versammlung 3.Bürgermeister Herbert Wesselsky satzungsgemäß zum Versammlungsleiter. Anschließend stellte sich die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sandra Scheck, die sich im Vorfeld zur Kandidatur bereit erklärt hatte, in einer rund 30-minütigen Rede vor und erläuterte ihre Ziele.. 1978 sei sie mit zehn Jahren nach Tegernheim gekommen, wo ihre Eltern ein Haus gebaut haben. Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung als Fotofachverkäuferin und wechselte später in die Qualitätskontrolle bei der Firma Bristol-Myers-Quibb (ehem. Von-Heyden). Zurzeit arbeite sie Teilzeit in einer Arztpraxis. Seit 25 Jahren sei sie mit einem gebürtigen Tegernheimer verheiratet und habe zwei Kinder. Neben ihrer Mitgliedschaft im Sportverein sei sie seit 2006 Mitglied im SPD-Ortsverein, wo sie von Anfang an in der Vorstandschaft mitgearbeitet habe. Seit 2014 bekleide sie das Amt der 1.Vorsitzenden und sei auch Mitglied im Gemeinderat, führte Scheck aus. 2017 übernahm sie dort die Funktion der Sprecherin der SPD-Räte. Gemeinsam mit ihren Fraktionskollegen habe man eine Reihe von Ideen und Anträgen zum Wohle der Mitbürger und der Gemeinde eingebracht. Unter anderem die Ausweitung der Ferienbetreuung, die Verlängerung der Parkzeit vor den Arztpraxen, die Öffnung des WCs an der Nordseite der Mehrzweckhalle, die Signalmarkierung des Radweges am Hohen Sand und die Einstellung eines Baufachmannes in der Verwaltung. Auch innerhalb des SPD-Ortsvereins habe sie neue Aktivitäten angeregt, nämlich den jährlichen Radlbasar und die Dorfweihnacht sowie die Wiederbelebung des Preisschafkopfes. Neben ihren politischen Funktionen als Ortsvorsitzende und Gemeinderätin bekleide sie seit vielen Jahren das Amt der Büchereileiterin und arbeite in der Nachbarschaftshilfe und im Kulturforum an verantwortlicher Stelle mit. Bis vor einigen Monaten habe sie außerdem die Tennisabteilung geleitet.

Betreuung von Kindern und Schülern weiter ausbauen

Trotz der derzeit schwierigen Situation in der SPD wolle sie Verantwortung auf Ortsebene übernehmen, da auch auf Gemeindebene soziale Themen eine große Rolle spielen. Als Bürgermeisterin wolle sie sich dafür einsetzen, die guten Standards im Bereich der Schule und der Kleinkinderbetreuung zu erhalten und weiter auszubauen. Unterstützen wolle sie auch das gemeindliche Vereins- und Kulturleben. Dringende Verbesserungen seien unter anderem bei der Straßeninfrastruktur, insbesondere bei Fuß- und Radwegen nötig.

Nachverdichtung mit Nachbarn absprechen

Zum Thema „Nachverdichtung führte die Bürgermeisterkandidatin aus, dass diese nur gemeinsam mit den betroffenen Nachbarn und verträglich für den ganzen Ort erfolgen solle. Aus ihrer Sicht sei Bürgerbeteiligung nicht nur bei öffentlichen Bauten wie dem Rathaus, sondern auch bei Großprojekten wie der betreuten Wohnanlage notwenig. Mehr Dialog sei auch mit den Nachbargemeinden sinnvoll, da viele Tegernheimer Probleme nur überörtlich gelöst werden können. Gemeinsam mit den SPD-Gemeinderäten wolle sie in den kommenden Jahren für solide Gemeindefinanzen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeinderat eintreten. Auf Nachfrage aus der Versammlung nach ihren Stärken sagte Scheck, als Frau denke und handle sie anders als der bisherige Amtinhaber, bei dem sie manchmal zu viel Harmoniebedürfnis ausmache. Sie wolle die Gemeinde „gemäßigt, durchdacht, strukturiert und kommunikativ“ führen. Nach der mit großem Applaus bedachten Vorstellung und einer lebhaften Aussprache, in der zahlreiche Ideen und Anregungen vorgebracht wurden, wählten die Mitglieder Sandra Scheck in geheimer Abstimmung einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin des SPD-Ortsvereins.

(Donaupost 08.06-19)

Teilen